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Nicolaidis YoungWings Stiftung Angebote für junge Trauernde

Unsere Angebote

Beratung & Begleitung für junge Trauernde

Hilfe für junge Trauernde

Die Nicolaidis YoungWings Stiftung

Wir sind für junge Trauernde da. Unsere Angebote richten sich an Trauernde bis 49 Jahre nach Tod des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin und an Trauernde bis 27 Jahre nach Tod von Vater oder Mutter oder beider Elternteile. Auch Bezugspersonen und Familienangehörige von Trauernden sowie Fachstellen können sich an uns wenden. Wir finanzieren unsere Angebote über Spenden und Förderungen. Wenn es Ihnen möglich ist, freuen wir uns, wenn Sie für Ihre Teilnahme eine Spende entrichten. Mit einer Spende tragen Sie dazu bei, dass wir unsere Angebote weiterhin aufrechterhalten können. Ihre Teilnahme ist selbstverständlich davon unabhängig.
Unsere Hilfe ist zeitlich unbefristet und kann vor Ort in München im Sternenhaus, telefonisch oder digital in Anspruch genommen werden. 

Unsere Angebote – insbesondere Einzelbegleitung und Trauergruppen – werden von der Landeshauptstadt München gefördert. Daher vergeben wir die Plätze vorrangig an Trauernde mit Wohnsitz in München. Selbstverständlich sind wir auch für Trauernde außerhalb Münchens da. Ihre Anmeldung wird ebenfalls berücksichtigt – in der Regel nach Eingangsdatum und Verfügbarkeit freier Plätze sowie bevorzugt, wenn Sie noch kein Begleitungsangebot bei uns genutzt haben. Wir bemühen uns stets um eine faire Vergabe und bitten um Verständnis, dass wir bei hoher Nachfrage priorisieren müssen.


Gutachten sieht Notwendigkeit einer nachhaltigen finanziellen Förderung von Trauerbegleitung

Staat, Kommunen und Sozialversicherungsträger müssen anerkennen, dass Jugendhilfe, Familienfürsorge und Prävention nicht mit dem Tod enden dürfen.“,
fordert Sozialrechtler Prof. Dr. Martin Burgi. 

Wenn Kinder ihre Eltern verlieren, wenn junge Menschen auf einmal Witwe oder Witwer werden, katapultiert der Tod die Hinterbliebenen von jetzt auf gleich aus ihrem bisherigen Leben, das gesamte Familiensystem gerät ins Wanken. Trauernde, die diese existenziellen Lebenskrisen durchleben müssen, werden seit über 25 Jahren von der Nicolaidis YoungWings Stiftung aufgefangen. Eine sichere finanzielle staatliche Unterstützung für Trauerbegleitung gibt es bisher keine, daher setzt sich die Stiftung bereits seit längerem für eine nachhaltige finanzielle Förderung von Trauerbegleitung und ihre gesetzliche Verankerung in der Sozialgesetzgebung ein.

Trauer geht uns alle an

Prof. Dr. Martin Burgi und Lana Reb stehen im Foyer des Sternenhauses

Prof. Dr. Martin Burgi im Gespräch mit Vorständin Lana Reb

Ein von der Nicolaidis YoungWings Stiftung in Auftrag gegebenes Gutachten von Prof. Dr. Martin Burgi, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umwelt- und Sozialrecht an der LMU München, bestätigt leider deutlich, dass es trotz des wachsenden Bedarfs an Trauerberatung- und –begleitung bis dato keinen expliziten Fördertatbestand „Trauerarbeit“ in der Sozialgesetzgebung gibt.

Sein Fazit ist eindeutig: Ähnlich wie der Staat sich am Anfang des Lebens um die Familien kümmert, müsse er dies auch tun, wenn das Leben endet und dafür Sorge tragen, dass die Angehörigen nach dem Tod eines Familienmitglieds nicht alleine gelassen werden und sie die Unterstützung erfahren, die sie individuell brauchen.

Prof. Dr. Burgi setzt sich mit seinem Fachartikel „Trauerarbeit als (neuer) sozialrechtlicher Fördertatbestand“ in der Neuen Zeitschrift für Sozialrecht (Heft 18/2024) dafür ein, dass Trauerarbeit ein (neuer) sozialrechtlicher Fördertatbestand wird. Damit wäre die Grundlage für eine institutionelle Förderung in der Sozialgesetzgebung gegeben.

Gutachten

Hier lesen Sie das Gutachten sowie den Fachartikel "Trauerarbeit als (neuer) sozialrechtlicher Fördertatbestand" von Prof. Dr. Martin Burgi

Podcast

"Talking Purpose – Wirtschaft neu denken“ mit Dr. Annette Bruce: 25 Jahre Nicolaidis YoungWings Stiftung - Warum das Thema Trauer auch ganz besonders die Wirtschaft angeht

Das Sternenhaus am Nockherberg

Eine Vision wurde Wirklichkeit – und so entstand im Herzen von München ein bundesweit einzigartiges Leuchtturmprojekt und ein weiterer wichtiger Meilenstein in der qualifizierten Trauerbegleitung.

Mit freundlicher Unterstützung der